Der Reiseführer für Lombok

Die Insel neben Bali.

Der Mount Rinjani, der über alles hinausragt. Die Gili-Inseln, auf denen kein Auto fährt. Eine Südküste aus lauter Buchten. Vierzig Kilometer von Bali entfernt und ein ganz anderer Urlaub — wir sortieren, was davon zu deiner Reise passt.

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Der Weg auf die Insel

Nach Lombok führt kein Direktflug aus Europa. Die Flugsuche vergleicht die Umsteigeverbindungen nach Praya — und die Variante über Denpasar mit Weiterreise per Boot.

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Flaches türkisfarbenes Meer an einer Koralleninsel
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Erst die Gegend, dann das Hotel

Zwischen den Gilis und der Südküste liegen drei Stunden Fahrt und zwei verschiedene Urlaube. Wer am falschen Ende der Insel bucht, verbringt die Reise im Auto.

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Die Insel im Überblick

Lombok liegt vierzig Kilometer östlich von Bali, hinter einer Meerenge, die tiefer ist, als sie aussieht. Sie trennt nicht nur zwei Inseln, sondern zwei Naturräume: Westlich davon leben die Tiere Asiens, östlich die Australiens. Die Grenze heißt Wallace-Linie, und sie erklärt, warum Lombok trockener wirkt als sein Nachbar — karger, weiter, mit weniger Grün und mehr Himmel.

Über allem steht der Mount Rinjani. 3.726 Meter, ein Kratersee auf zweitausend Metern und ein zweiter, jüngerer Vulkan mitten darin. Man sieht ihn von fast jedem Punkt der Insel, und von seinem Kraterrand aus reicht der Blick an klaren Morgen bis nach Bali zurück.

Vier Ecken, vier verschiedene Reisen

Der Westen um Senggigi ist die älteste Urlaubsgegend der Insel: eine Kette von Buchten mit Blick auf Bali und einem Sonnenuntergang, für den Leute anhalten. Als Standort praktisch, als Badeort mittelmäßig.

Im Nordwesten liegen die Gili-Inseln, zwanzig Bootsminuten vor der Küste. Auf keiner der drei fährt ein Auto. Gili Trawangan ist die belebte, Gili Meno die stille, Gili Air die dazwischen — und wer sich nicht entscheiden kann, liegt mit der letzten selten falsch.

Der Süden ist eine Aneinanderreihung von Buchten, jede mit eigener Form und eigener Brandung. Hier ist der Sand am hellsten, hier wird gesurft, und hier baut das Mandalika-Projekt seit Jahren an einer Region, die noch nicht fertig ist.

Im Norden und Osten beginnt der Berg. Senaru und Sembalun sind die Ausgangspunkte für den Rinjani, dazwischen liegen Wasserfälle, Reisterrassen und die Dörfer der Sasak — der Bevölkerungsgruppe, die die große Mehrheit der Insel stellt.

Was Lombok nicht ist

Kein zweites Bali. Es gibt weniger Hotels, weniger Restaurants, weniger Verbindungen und keine Tempelanlage von der Wucht der balinesischen. Die Insel ist muslimisch geprägt, nicht hinduistisch, und das merkt man am Tagesablauf, an der Kleiderfrage und daran, dass abends um zehn vielerorts Schluss ist.

Wer den Vergleich mit Bali sucht, wird ihn an den meisten Stellen verlieren. Wer stattdessen Platz sucht, findet ihn hier noch.